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Vietnam


Unsere Vietnamreise

Allgemeine Informationen
Vietnam hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseland entwickelt. Es bietet viele kulturelle und landschaftliche Highlights. Das Land ist flächenmäßig etwa so groß wie Deutschland, die Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 1650 km. An seiner schmalsten Stelle ist es nur 50 km breit. Die Hauptstadt des Landes heißt Hanoi. Die Amtssprache ist vietnamesisch, es wird aber auch englisch und französisch gesprochen. Seit 1976 ist Vietnam eine sozialistische Republik mit einer kommunistischen Partei. Das Königreich Nam Viet wurde ca. 200 v.Chr. gegründet. Das Land wurde nach einer Niederlage der Armee von Nam Viet im Jahre 100 n.Chr. annähernd 1000 Jahre lang quasi als Provinz Chinas regiert. Danach war die Lage über viele chinesische Dynastien hinweg schwach. Im 18. Jahrhundert richteten die Franzosen eine Kolonialherrschaft ein, nachdem sie versuchten, die militärische Kontrolle über das Land zu erlangen. Im Indochinakrieg eskalierte der Widerstand und endete 1954 mit der Teilung Vietnams. In den 60er Jahren nahm die USA verstärkt Einfluss auf Südvietnam und es kam in den Jahren bis 1975 zum Vietnamkrieg. Heute spürt man vom Krieg nichts mehr. Das Land ist zwar arm, aber man erhofft sich durch den Tourismus einen neuen Aufschwung. Die Infrastruktur ist gut, die Menschen sind fleißig, freundlich und warmherzig. Vietnam ist ein kommunistisches Land mit Religionsfreiheit. Der Buddhismus ist vorherrschend, es gibt aber auch christliche, hinduistische und islamische Minderheiten.

Hanoi, der Startpunkt der Reise
Im Frühjahr 2005 ging es mit mit MEIER`S WELTREISEN nach Vietnam Unsere Rundreise begann in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam. Hier waren wir zunächst einmal überwältigt von der Altstadt, die zwischen dem Hoan Kiem-See und dem Roten Fluss liegt. Wir fanden  sehr viele Handwerker, die Gassen wurden nach deren Erzeugnissen benannt, z.B. Papier- oder Silbergasse. Der Literaturtempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hanoi. Er wurde zu Ehren des chinesischen Philosophen Konfuzius erbaut. Ein weiterer Höhepunkt in Hanoi war für uns das Ho chi Minh Mausoleum auf dem Ba Dinh-Platz. An der Ostseite steht das Außenministerium, das Parlamentsgebäude und das Haus der Partei. Das Ho Chi Minh Museum wurde zum 100. Geburtstag Ho Chi Minhs erbaut und am 2. September 1990 eröffnet. Es zeigt auf drei Etagen eine umfangreiche Sammlung von Fotos und Erinnerungsstücken vom Leben und politischen Wirken Ho Chi Minhs. Zwischen dem Mausoleum und dem Ho Chi Minh Museum befindet sich die Einsäulenpagode, die 1049 von König Ly Thai Tong erbaut wurde. Am Hoan Kiem See ist der Ngoc Son Tempel zu betrachten. Hier in der Nähe ist auch das berühmte Wasserpuppentheater, das ist eine typisch nordvietnamesische Attraktion. Ich hatte schon vorab einiges über das Wasserpuppentheater gelesen, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, wie das funktioniert. Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, wurden wir Zuschauer von dem kleinen Orchester des Theaters musikalisch begrüßt. Es saß neben der Bühne, die Bühne war ein Wasserbecken. Hinter einem Vorhang standen die Puppenspieler, die das Spiel der Wasserpuppen, die sich an langen Stangen befinden, gestalteten. Es wurden verschiedene Szenen aus der Mythologie dargestellt, wobei Drachen, Schlangen und Schildröten eine wichtige Rolle spielten. In anderen Szenen wurde der Fischfang oder das Landleben gezeigt. Alles wurde musikalisch untermalt, es war eine stimmungsvolle Atmosphäre. Es war natürlich alles in vietnamesischer Sprache, aber wir konnten uns trotzdem ganz gut in die Szenen hineinversetzten.
Die zauberhafte Halong-Bucht
Am nächsten Tag ging es weiter nach Haiphong, von dort aus geht es zu einer mehrstündigen Bootstour in die berühmt Halong-Bucht mit ihren einzigartigen Felsformationen. Hier staunen  wir immer wieder, was die Natur alles erschaffen hat! Die Bucht gehört mit ihren über 2.000 Inseln , über 1.000 Kalksteinfelsen und zahlreichen Grotten zu den größten Naturschönheiten des Landes. Am besten lässt sie sich mit dem Boot erkunden, solch eine Tour stand auch bei uns auf dem Programm. Der Startpunkt war Ha Long City, dort beginnen fast alle Bootstouren. Es gab ein tolles mehrgängiges Mittagessen mit Fisch und Meeresfrüchten. Leider war das Wetter nicht so optimal, es war etwas diesig. Mit dem Boot wurden etliche Stopps gemacht, damit wir Einblicke in die Grotten und Höhlen erhielten. Die schwimmenden Dörfer sind eine weitere Attraktion der Halong-Bucht. Dort leben die Einheimischen von den Einkünften aus dem Fischfang oder den Verkäufen an die Urlauber Auf der Rückfahrt nach Hanoi sehen wir Reisfelder, typische Dörfer und auch Märkte mit exotischen Angeboten.

Hué, die alte Königsstadt
Dann ging es  mit dem Flieger  nach Hué, der alten Königsstadt. Hué liegt am Huong Giang, dem Fluss der Wohlgerüche oder dem Parfümfluss. Während einer Bootstour erhalten wir die ersten Eindrücke, die Landschaft ist einfach traumhaft schön! Dann besichtigen wir den Königspalast, es ist die einzige Kaiserstadt, die in Vietnam heute noch besteht. Sie wurde in der Zeit von 1804 bis 1833 nach dem Vorbild des chinesischen kaiserlichen Palastes erbaut. Die Zitadelle (Khin Thanh) ist umgeben von Wassergräben. Die große Außenmauer ist sechs Meter hoch, 11 km lang und verfügt über zehn befestigte Tore. Teile der Zitadelle und der verbotenen Stadt wurden im Krieg schwer zerstört. Zu den gut erhaltenen Sehenswürdigkeiten gehören der Flaggenturm, das Mittagstor, die neun Urnen, einige königliche Säle und die Bibliothek. Das schönste erhaltene Gebäude ist der Long An Palast, er wurde 1023 als Palastmuseum eingerichtet, gegenüber liegt die Prinzenschule, heute ein Armeemuseum. Als nächstes sehen wir die Thien Mu Pagode, das Wahrzeichen von Hué. Sie wurde als Verehrungsstätte für die Muttergöttin vom Nguyen-Fürsten errichtet. Die Pagode hat sieben Stockwerke, in jedem wird eine Buddha-Statue verehrt.


Über den Wolkenpass nach Danang
Von Hué aus geht es weiter über den Wolkenpass nach Danang. Wir erleben eine Landschaft mit spektakulären Ausblicken, idyllischen Dörfern und glasklaren Lagunen. Und immer wieder Reisfelder! Endlich sind wir oben am Wolkenpass angekommen, das Wetter ist uns wohlgesonnen und die Sicht einigermaßen klar. Hier oben sehen wir ein altes verfallenes Fort. Der Ausblick auf die Küste ist einfach überwältigend! Dann besuchen  wir in Danang das Cham Museum. Hier erhalten wir einen Einblick in die Kunst und Kultur der Cham, einem Volk, das aus dem südlichen Sibirien über China nach Südostasien einwanderte. Dieses Museum beinhaltet die weltweit größte Sammlung von Cham-Plastiken.

Die alte Handelsstadt Hoi An und die Tempelstadt My Son
Von Danang aus geht es weiter nach Hoi An, mit ihrer malerischen Altstadt, wie aus dem Bilderbuch! Im 16. Jahrhundert war sie das Handelszentrum Südostasiens, heute ist sie eine der Touristenattraktionen Vietnams. Die Stadt hat einen chinesischen Charakter mit schönen Wohn- und Handelshäusern. Einige Häuser der Kaufmannsfamilien sind auch zu besichtigen. Die Tempelstadt My Son liegt etwa 70 km von Danang, sie war die Hauptstadt im alten Champa-Reich vom 4. bis 112. Jahrhundert. Hier können wir Ruinen mit Überresten von ehemals 70 Bauwerken aus verschiedenen Epochen besichtigen. Hier erhalten wir einen Eindruck von der Kunst und Kultur der Cham. Während des Vietnamkrieges wurde das Gebiet der Tempelstadt zerstört. Seit 2002 finden Wiederaufbauarbeiten statt, die von der UNESCO gefördert werden.

Saigon oder Ho Chi Minh City
Am nächsten Tag fliegen wir nach Saigon und fahren von dort aus nach Can Tho, das ist eine Provinzhauptstadt im Mekongdelta. Wir fahren mit dem Boot zu den schwimmenden Märkten von Cai Rang, einem der größten des Mekongdeltas. Es ist ein einmaliges Erlebnis, das bunte Treiben auf den Booten zu beobachten. In Soc Trang besichtigen wir die Bat Pagode, die Clay Pagode und das Khmer Museum. Dann geht es weiter nach Saigon oder Ho Chi Minh City, wie die Stadt offiziell heißt. Sie ist die quirlige Metropole im Süden Vietnams. Sie macht auf uns einen sehr modernen Eindruck und ist eine lebhafte Geschäftsstadt. Die Innenstadt ist von Hochhäusern geprägt, was uns aber am meisten fasziniert, ist der Straßenverkehr, der überwiegend aus Fahrrädern und Mopeds besteht. Es ist immer wieder ein Abenteuer, eine Straße zu überqueren. Von unserem Zimmer im Hotel Windsor Plaza hatten wir eine fantastische Aussicht, ebenso von der Dachterrasse. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, am Platz der Pariser Kommune besichtigen wir das Hauptpostamt sowie die Kathedrale Notre Dame von 1883. Hier gegenüber befindet sich auch der größte Markt der Stadt, der Cho Ben Thanh. Die Markthallen werden von einer großen Kuppel gekrönt und haben einen Uhrenturm, der das Wahrzeichen der Stadt bildet. Besonders interessant ist auch das Chinesenviertel mit seinen verwinkelten Gassen, den vielen Handwerksbetrieben und Händlern. Dann besichtigen wir das Kriegsmuseum, das meistbesuchte Museum Saigons. Es enthält überwiegend Ausstellungsstücke aus der amerikanischen Phase des Vietnamkriegs. Im Außenbereich sind Hubschrauber, Panzer und Raketen ausgestellt. Im Inneren des Museums befinden sich acht Themenräume in verschiedenen Gebäuden. Hunderte von Fotos dokumentieren den Krieg und die Auswirkungen von Agent Orange und Napalm. Eine Ausstellung ist den Bildern von vietnamesischen Kindern gewidmet. Etwas weiter sehen wir den ehemaligen Regierungspalast, heute Palast der Einheit genannt. Aber auch Pagoden und Tempel sind  in Saigon zu besichtigen. Es gibt einen einzigen Hindu-Tempel, der als Chua Mariamman bezeichnet wird. Der Chua Giac Vien liegt in der Nähe eines Lotossees und besteht aus dem Haupttempel, einer Stätte für Urnen und Ahnenaltäre und einem Versammlungsraum. Eine Besonderheit bildet ein großes Weihrauchbecken, das mit Drachen geschmückt ist. Wir besichtigen auch noch die Thien Hau Pagode mit ihrer Bronzeglocke und dem Räuchergefäß aus dem Jahre 1830. Auch die Keramikfiguren, die überlieferte Geschichten aus dem alten China darstellen, sind sehenswert.


Erholung am Strand von Mui Ne
Nun ist unsere Zeit in Saigon zu Ende und wir fahren an den Strand von Mui Ne, dort verbringen wir den Rest unseres Urlaubs im Hotel Blue Ocean Resort. Hier wollen wir uns von unserer Rundreise zu erholen und die Eindrücke verarbeiten. Aber nur Strand wird uns nach einigen Tagen auch  langweilig. In der Nähe liegt Phan Thiet, eine typische vietnamesische Kleinstadt, mit einem malerischen Fischerhafen. Die Stadt liegt am Highway 1 und am Cai-Fluss. In dessen Flussmündung im Norden der Stadt befindet sich der Hafen mit den Fischerbooten. Charakteristisch sind die runden Boote, die wie riesige Körbe aussehen. Über den Fluss spannt sich eine Brücke, rings um den Hafen befinden sich Büro- und Geschäftsgebäude sowie Einkaufsstraßen. Einen weiteren Ausflug machen wir noch zu den roten Dünen und dem Lotussee mit seinen weißen Sanddünen. 9 km von Mui Ne, dem Strand von Phan Thiết, liegen die Roten Dünen. Sie sind bis zu 50 Meter hoch, ihr Farbenspiel ändert sich über den Tag hinweg je nach Sonneneinstrahlung.



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