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Ein Ausflug zur Karibikküste Venezuelas und auf die Halbinsel Paria

Der Start unserer Tour in Barcelona

Während eines unserer Aufenthalte auf Isla Margarita haben wir mit dem Vermieter unseres Ferienhauses einen schönen Ausflug auf die Halbinsel Paria unternommen. Wir fliegen von der Insel nach Barcelona, der Hauptstadt des Bundeslandes Anzoátegui. Von hier starten wir mit einem Mietwagen in Richtung Puerto la Cruz. Diesen Ort kannten wir von unserem allerersten Venezuela-Urlaub im Jahre 1991. Nun können wir bei der Durchfahrt feststellen, wie rasant sich der Ferienort entwickelt und vergrößert hat.

Der Nationalpark Mochima
Wir durchfahren den zauberhaften Nationalpark Mochima, der sich bis Cumana erstreckt. Die Landschaft ist von Regenwäldern, Wasserfällen, Kaffeeplantagen und Zuckerrohrfeldern geprägt. Die zerklüfteten Ausläufer der Küstenkordillere haronieren wundervoll mit den Mangroven und den malerischen Buchten. Die Küstenregion wirkt sehr reizvoll mit ihren hellen Stränden und den vorgelagerten kleinen Inseln. Die Playa Colorada gehört zu den bekanntesten Stränden dieser Region. Ihren Namen trägt sie aufgrund des goldgelben Sandes. Die kleinen Inseln Arapo und Arapito leuchten im Sonnenlicht, die üppig-grüne Vegetation bildet einen tollen Kontrast zum azurblauen Meer. Wir erreichen das idyllische Fischerörtchen Santa Fé. Dort können wir in der Fischhalle preiswert und gut essen. Am Strand gibt es ein paar Stände mit Textilien, die wir uns anschauen. Die Fischer bieten Bootstouren zum Schnorcheln an, wir wollen aber weiter nach Cumana. Das ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sucre, das mit mehr als 700 km Karibikküste aufwarten kann. Die Altstadt ist besonders sehenswert mit dem Castillo Sa Antonio de La Eminencia, dabei führt uns der Weg durch eines der ältesten Wohnviertel der Stadt. In der Nähe des Kastells befindet sich die Kirche Iglesia Santa Ines aus dem 17. Jahrhundert. Auf dem bunten Mercado Municipal werden Korbwaren, Hängematten und andere landestypische Artikel verkauft.

Von Cumana nach Caripe zur Homboldt-Höhle
Es geht weiter durch die üppig-blühende Vegetation bis nach Caripe, dem „Garten des Ostens“. Die Region ist nicht nur für ihre tropische Blütenpracht, sondern auch für den Anbau von Obst und Gemüse bekannt. Caripe liegt inmitten von Bergen, der höchste ist mit 2.800 Metern der Cerro Negro. Die Stadt befindet sich in einer Höhe von 870 Metern, gegründet wurde sie 1734 von Missionaren. Wir bummeln ein wenig durch den Ort und genießen die frische Bergluft. Dann fahren wir zur Cueva del Guácharo, der größten Tropfsteinhöhle Südamerikas.Sie ist 13 km von Caripe entfernt und wurde von Alexander von Humboldt entdeckt. In der Höhle leben Fettschwalme oder Guácharos. Diese nachtaktiven Vögel verlassen ihre Behausung am Abend, wenn Sie sich zur Nahrungssuche aufmachen. Wir wollten es uns natürlich nicht entgehen lassen, dieses Schauspiel zu beobachten. Es war ein einzigartiges Spektakel, in der Dämmerung zu sehen, wie die Vogelschwärme aus der Höhle kamen. Am nächsten Morgen wollten wir die Höhle von innen besichtigen. Wir übernachten in Caripe und rüsten uns am mit festem Schuhwerk aus. Die Höhle darf nur mit einem Guide besichtigt werden. Etwa 11 km der faszinierenden Unterwelt sind erforscht, sie reicht aber weit in den Berg hinein. Die ersten 1.500 Meter sind für Besucher zugänglich. Durch ständig rinnendes Wasser haben sich bizarr geformte Stalaktiten und Stalagmiten gebildet. Die Wege in der Höhle sind uneben und teilweise durch Vogelkot und Feuchtigkeit ziemlich glitschig. Die Geräuschkulisse durch die Vögel ist fast etwas unheimlich, der Lärm der Tiere wird noch durch das Echo der Höhle verstärkt. Kein Wunder, dass Alfred Hitchcock für seinen berühmten Film „Die Vögel“ hier die Tonaufnahmen fertigen ließ. Neben der Höhle gibt es noch ein Museum und ein kleines Restaurant.

Carúpano und die Playa Medina
Unser nächstes Ziel heißt Carúpano, ein geruhsamer Ort mit sehenswerten Kolonialgebäuden. Besonders gut gefällt uns die Plaza Santa Rose mit der gleichnamigen Iglesia. In der Vergangenheit spielte der Handel mit Kakao eine wichtige Rolle in Carúpano. Im Jahre 1885 verlegten die Franzosen ein Unterseekabel von Marseille nach Carúpano als erstes Kommunikationsweg zwischen den Kontinenten. Mit seiner Lage an der Halbinsel Paria, den umliegenden Nationalparks und den Fährverbindungen zur Isla Margarita ist Carúpano ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt für ihren Rum, es gibt zwei Fabriken, die besichtigt werden können. Dazu reicht bei uns leider nicht die Zeit, denn wir wollten weiter zur Playa Medina. Sie zählt zu den schönsten Stränden Venezuelas und liegt in einer weit geschwungenen Bucht. Mit den vielen Palmen wirkt sie recht idyllisch. Leider ist das Wetter an dem Tag nicht so toll. Es ist ziemlich bewölkt und nieselt sogar ein wenig,  aber damit muss man im Herbst im Venezuela rechnen. Auf dem Weg nach Rio Caribe sehen wir noch ein traumhaft schönes Bild. Hinter Carúpano ragt eine Landzunge ins Meer, in der Bucht dümpeln Fischerboote.
 

Rio Caribe und die Themalquellen
Wir übernachten in Rio Caribe, das Hotel befindet sich direkt neben dem kleinen Hafen. Der Ort wirkt recht beschaulich mit dem Fischerhafen und den kolonialen Häusern. Wir spazieren zum Plaza Bolovar und lassen das friedliche Ambiente auf uns wirken. Am nächsten Morgen geht es weiter, vorbei an traumhaft schöner Vegetation mit riesigen Bambusstauden und Blüten in sämtlichen Farben. Am nächsten Morgen fahren wir weiter und gelangen zur Büffelfarm Hato Rio de Agua. Sie ist ökologisch ausgerichtet, es leben dort auf über 1.000 Hektar rund 800 Rinder. Es gibt landestypische Rundbauten – Churuatas – zum Übernachten. Auf der Ranch werden täglich etwa 20 Kilo Büffelkäse produziert. Neben Büffelfarmen gibt es in dieser Region auch noch Kakaohaciendas. Eine weitere Attraktion sind die heißen Thermalquellen, die hier reichlich aus dem Boden sprudeln. Es gibt viele schöne Badeanlagen, wir besuchen die größte: Las Agua de Moises. Sie besteht aus 17 verschiedenen natürlichen Schwimmbecken, die von Wasserfällen gespeist werden. Wir relaxen im warmen Wasser und genießen die angenehme Atmosphäre. Danach unternehmen wir eine Spaziergang durch die Anlage und entdecken sogar einen kleinen Zoo.