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Unser Ausflug ins Orinoco-Delta

Das Orinoco-Delta hat eine Größe von 40.000 qkm und liegt im Nordosten Venezuelas im gleichnamigen Bundesland Delta Amacuro. Es grenzt im Westen an den Bundesstaat Monagas, im Norden an den Golf von Paria und den atlantischen Ozean, im Osten an die Republik Guyana und im Süden an den Bundesstaat Monagas. Die Mündung des Orinoco verteilt sich auf 275 Flussarme über eine Küstenlänge von 370 km. Im Delta-Gebiet leben die Warao Indianer. Die meisten Ausflüge ins Delta beginnen in Tucupita. Es gibt auch Camps, in denen man übernachten kann.



Es gibt Eindrücke, die man nicht vergisst. Dazu gehört für mich der Ausflug ins Orinoco-Delta. Unser Urlaubsort hieß Puerto Piritu und war in der Nähe von Puerto la Cruz. Wir hatten einen deutschen Reiseführer kennen gelernt, mit dem wir auch die Tour ins Orinoco-Delta machen wollten. Die Fahrt ging über Barcelona in Richtung Süden. Die Straße ist gut ausgebaut und führte uns durch das Erdölgebiet von Anaco, weiter bis El Tigre. Diese Strecke ist ziemlich eintönig. Wir erreichen Soledad, die letzte Stadt vor der Brücke über den Orinoco und erreichten dann in Ciudad Bolivar. Die Stadt hat ein sehenswertes Zentrum mit kolonialen Bauten, wir haben uns einiges angeschaut und dann in einem Hotel übernachtet. Am nächsten Morgen geht es weiter ins Delta. An einem der vielen Seitenarme sehen wir die Pfahlbauten der Warao-Indianer. Der Fluss ist voller Piranas, wir wundern uns über die Kinder, die trotzdem hier schwimmen. Dann fahren wir mit einem typischen Einbaum-Kanu mit einem der Indianer in den Urwald. Es ist aber schon ein etwas mulmiges Gefühl, in diesem schmalen Boot zu sitzen. Es ist ja tatsächlich nur ein ausgehöhlter Baumstamm! Wir saßen hintereinander und haben uns kaum zu bewegen getraut. Aber mit dem Kanu können wir in besonders kleine Flussarme gelangen. Dort können wir die Natur vollends erleben. Allein die Geräuschkulisse des Urwalds ist ein Erlebnis! Wir bestaunen die tropische Vegetation aus Mangroven und Dschungelwald. Riesige Schmetterlinge flattern um das Boote herum, so große gibt es hier bei uns wohl nicht. Wir sehen viele tropische Vögel, besonders Papageien gibt es hier in großer Vielfalt. Am Ufer sehen wir die Pfahlbauten der Indianer, Frauen waschen die Wäsche im Fluss und die Kinder spielen am Wasser. Nach der Bootsfahrt besuchen wir ein Indianerdorf, um die Gebräuche der Warao-Indianer kennen zu lernen und einen kleinen Einblick in ihre Kultur zu erhalten. Die Indianer sind berühmt für die Herstellung von Hängematten, Körben und anderen Kunsthandwerk aus einer Palmfaser.

Mit dem Besuch bei den Indianern endet unsere Tour und es geht wieder zu unserem Urlaubsort Puerto Piritu.


Es war schon ein einmaliges Erlebnis, solch ein riesiges Flussdelta zu sehen oder zumindest einen Teil davon. Der Orinoco ist stellenweise so breit wie ein See, man hatte auch einfach nicht mehr den Eindruck, dass man sich an einem Fluss befindet. Die Dschungellandschaft, die Indianerdörfer und die Tierwelt vermitteln ein Gefühl der Einzigartigkeit und wir haben auf all unseren Reisen nichts vergleichbares gesehen.

Das Orinoco-Delta gehört zu den Höhepunkten einer Venezuela-Reise. Bei den meisten organisierten Rundreisen ist es als Programmpunkt enthalten. Der Ausflug wird aber auch auf der Isla Margarita und in den Urlaubsorten auf den Festland angeboten.