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Unser Urlaub in Göynük bei Kemer

In Göynük verbrachten wir 2002 einen schönen Urlaub. Der Ort hatte damals noch ein typisch dörfliches Flair, dass wir abseits der Hotelmeile gerne erkundeten. Es gab eine Straße mit gemütlichen Biergärten, Cafés, Restaurants und vielen Geschäften, mittlerweile ist aber wohl alles modernisiert worden. So hab ich es jedenfalls im Internet gelesen. Ich finde es schade, dass dadurch so viel Traditionelles verloren geht.

Kemer erkunden

Wir haben uns auch Kemer angesehen, das ist ein hübscher Ferienort mit einem Jachthafen, zahlreichen Hotels und einem schönen langen Kieselstrand. Auf der Einkaufsstraße Liman Caddesi gibt es eine reiche Auswahl an Ledergeschäften, Textilläden, Juwelieren und Teppichhändlern. In Kemer selbst findet man rechterhand vom Meydan, dem zentralen Platz der Stadt, zahlreiche Textil-, Schmuck- und Lederwarengeschäfte sowie Teppichhändler, Wechselstuben und Banken. Die bekannteste Einkaufsstraße ist die Liman Caddesi. Das ist die Fußgängerzone, die bis zum Hafen herab führt. Dort gibt es auch eine große Auswahl an Restaurants und Cafés. Der Strand von Kemer ist rund 1.800 Meter lang, feinkieselig und sehr gepflegt. Etliche Hotels und Clubanlagen befinden sich dort. Hinter dem Postamt liegt der zentrale Marktplatz, auf dem montags der Obst- und Gemüsemarkt abgehalten wird.

Tipps zum Shoppen in der Türkei

Die Türkei gilt zu Recht als Einkaufsparadies, neben den günstigen Preisen finden wir auch den Service in den Geschäften sehr angenehm. Teppiche, Lederwaren und Schmuck sind beliebte Souvenirs. man kann durchaus gute Qualitäten zu günstigen Preisen finden. Teppiche kann man häufig direkt in der Knüpferei kaufen, dort sorgt man auch für den Versand des guten Stücks. Schmuck- und Ledergeschäfte gibt es in Kemer in großer Zahl, in vielen Läden gibt es die Möglichkeit, sich Lederbekleidung nach Maß anfertigen zu lassen. Mein Mann hatte sich auch eine Jacke anfertigen lassen, allerdings hat sich im Laufe der Zeit die Qualität als sind so gut herausgestellt. Dafür hatten wir mit den Textilien mehr Glück, wir hatten uns mit Jeans, T-Shirts, Hemden und Wolljacken eingedeckt, die sich durch lange Haltbarkeit auszeichneten. Brettspiele mit kunstvoll geschnitzten Figuren stellen ein besonderes Mitbringsel dar, ebenso werden Gefäße aus Kupfer, Messing oder Zinn angeboten. Das Feilschen bildet einen Teil des Einkaufserlebnisses, der Händler setzt den Preis von vornherein höher an und man kann ihn dann herunterhandeln. Dies sollte man aber nur dann machen, wenn man auch wirklich kaufen will. Oft bekommt man auch vom Händler einen Tee angeboten, das schaffte eine entspannte Einkaufsatmosphäre. Auch die Märkte sind lohnenswert, allein schon wegen des reichhaltigen Obst- und Gemüseangebotes. Auch Gewürze, Käse, Oliven und Honig sind dort in vielen Variationen erhältlich und als Mitbringsel geeignet. In der Türkei  wird man noch freundlich und zuvorkommend bedient, auch eine Tasse Tee gehört oftmals dazu. Auch das Handeln hat uns immer Spaß bereitet, es wird dort einfach erwartet. Die Preise sind entsprechend hoch angesetzt, der Kunde nennt einen wesentlich niedrigeren Preis und am Ende trifft man sich in der Mitte. So haben bei ein gutes Geschäft gemacht!

Die Ägäisküste

Mit dem Jeep sind wir mal bis an die Ägäisküste gefahren. Diese Strecke fanden wir landschaftlich recht reizvoll. Sie führte uns von Kemer an der Bucht von Olympos mit der alten Hafenstadt Phaselis entlang. Phaselis, eine antike lykische Stadt, liegt  auf einer kleinen Halbinsel am Fuße des Taurosgebirges. Ihre Blütezeit hatte sie vor mehr als 2000 Jahren. Heute ist der so genannte Stadthafen eine beliebte Badebucht. Eine 20 Meter breite Prachtstraße mit bedeutenden Bauten aus der Römerzeit führt zum Südhafen. Dort sind noch drei Agoren (Marktplätze) sowie Reste der Thermen zu sehen. Gegenüber hatte man am Hang das Stadttheater errichtet. Das nächste  Ziel war die Ruinenstadt Olympos, die etwa 30 km von Kemer entfernt liegt. Sie gehört, wie auch Phaselis, zum Nationalpark Olympos  Die Geschichte der Stadt geht bis in die hellenistische Zeit zurück. Sie war ein bedeutendes Mitglied des Lykischen Bundes, fiel aber Piraten zum Opfer. Sie wurde im 3. Jahrhundert nach Chr. noch als Bischofssitz erwähnt, war aber dann seit dem 15. Jahrhundert unbewohnt und verfiel. So geben die Ruinen heute noch ein Zeugnis aus der antiken Zeit. Reste eines Tempels und eines Theaters sind zu sehen, auch der Mosaikboden ist noch erhalten. Mit viel Phantasie kann man sich das Leben und Treiben der damaligen Zeit vorstellen. Der Ausflug lohnt sich aber auch wegen der nahe gelegenen Bucht von Ceralis Der Strand ist ein Schutzgebiet für Schildkröten, die dort ihren Brutplatz haben. In den Bergen ist ein besonderes Naturphänomen zu beobachten, die ewigen Feuer der Chimäre. 

Dann erreichten wir urige Orte wie Finike und Kale, die wohl auch heute noch vom Tourismus ziemlich unberührt sind. Die Landschaft erinnerte und an Teile Griechenlands, wo wir auch schon viele Urlauber verbracht haben. Es gab hier kleine Felsbuchten und vorgelagerte Inselchen. So erreichten wir den malerischen Ort Kas. Wir spazierten durch den Ort, der sich an einem Hügel hochzieht. Dann stärkten wir uns in einem Gartenlokal mit einem köstlichen Essen, um danach die Heimfahrt anzutreten. Es war ein gelungener Ausflug!

Unser Ausflug nach Pamukkale

In sämtlichen Urlaubsorten an der Türkischen Riviera werden 1-oder 2-Tagestouren nach Pamukkale angeboten. Dies wollten wir uns nicht entgehen lassen und buchten die Tour mit Übernachtung. Das würde ich auch jedem empfehlen, denn die Strecke ist doch recht lang. Sie führt durch das herrliche Taurusgebirge und vermittelt einen Eindruck zu Land und Leuten. Pamukkale – der Name bedeutet „Baumwollschloss“. Es ist allerdings keine Baumwolle, sondern es handelt sich um Kalkablagerungen, die sich terrassenförmig am Hang herabziehen. Es sieht aus wie ein erstarrter Wasserfall. Diese Kalkterrassen sind im Laufe von Jahrtausenden durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden. Wir fanden dieses Naturwunder recht beeindruckend, der Ausflug hat sich gelohnt. In der Nähe von den Kalkterrassen haben wir noch die Ruinen  der antiken Stadt Hierapolis besichtigt. 


Insgesamt war dieser Urlaub eine gelungene Mischung von Relaxen am Strand und Ausflügen. Die Küste ist mit großen Hotelanlagen zugebaut, dahinter liegen Straßen mit Geschäften und ein paar Lokalen. Es gibt keine gewachsenen Ortskerne und wenig landestypisches. Es ist halt Massentourismus und ob es nun Beldibi oder Tekirova heißt, Unterschiede haben wir nicht festgestellt. Wer sich aber in solchen AI-Anlagen wohlfühlt und seinen Urlaub überwiegend am Strand verbringt, wird sich dort sicherlich wohlfühlen. Die Strände haben uns gut gefallen, es waren Kieselstrände und das Wasser war glasklar. Auch die vielen Ausflugsmöglichkeiten fanden wir toll. Man kann dort ganz gut die Strandtag mit irgendwelchen Aktivitäten abwechseln. Besonders landschaftlich fanden wir die Umgebung sehr beeindruckend mit dem Taurusgebirge.

Allgemeine Informationen zu Kemer

Kemer mit seinen umliegenden Ferienorten Beldibi, Göynük, Kiris, Camyuvaund Tekirova liegt etwa 40 km südwestlich von Antalya entfernt. Vom Flughafen aus ist der Ort in einer Stunde bequem über die gut ausgebaute Küstenstraße zu erreichen. Bis in die 60er Jahre konnte man nur mit dem Schiff nach Kemer gelangen. Erst in den 80er Jahren wurde eine Landstraße gebaut und in den letzten Jahren hat man die Verbindung nach Antalya verbessert. Es wurden Felsen gesprengt, um die Straße zu verbreitern. Schon bei der Anfahrt bietet sich ein atemberaubendes Bild, zur linken fallen die Klippen ins Meer und zur rechten türmt sich das Taurusgebirge auf. Die Region zählt landschaftlich zu den schönsten in der  Türkei. Zahlreiche Kiefern- und Pinienwälder laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Früher lebten die Menschen dort vom Fischfang und von der Ernte aus den Orangenplantagen. Heute noch schwebt im Frühjahr der Duft von Orangenblüten über den Ort. Mittlerweile leben die Menschen vom Tourismus. Kemer hatte 1980 rund 2.700 Einwohner, nach der letzten Volkszählung von 2007 waren es 11.800. Dazu kommen noch die Saisonarbeiter mit ihren Familien. 

Die Region hat über 120.000 Hotelbetten und man kann pro Bett etwa einen Arbeitsplatz rechnen. Auch die Saisonkräfte suchen sich in der Stadt oder ihrer Umgebung mit ihren Familien ein Domizil. Das führte zu einer regen Bautätigkeit, neben Wohngebäuden werden Schulen, Moscheen und Geschäfte für den täglichen Bedarf errichtet. In Aslanbucak, einem Ortsteil von Kemer, entstand ein riesiger Hochzeitspalast mit 1.200 Sitzplätzen. So haben die Menschen dort eine erschwingliche Möglichkeit, ihre Festlichkeiten mit mehreren Hundert Gästen zu begehen. Urlauber werden mit rund 300 Sonnentagen im Jahr angelockt. Wer Ausflüge unternehmen will, sollte allerdings den Hochsommer meiden. Dann klettert das Thermometer schon mal auf über 40 Grad im Schatten. Die ideale Zeit für Besichtigungen ist in den Monaten zwischen September und Mai. Dann ist es nicht so heiß und auch nicht so überfüllt. Seit Juni 2007 haben Touristen die Möglichkeit, Sommer- und Wintersport in einem Urlaub zu betreiben. Seitdem ist die Seilbahn auf den nahe gelegenen 2575 Meter hohen Tahtali Berg in Betrieb. Aber auch Kulturfreunde finden in der Umgebung Kemers zahlreiche Zeugnisse der Vergangenheit. 




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