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Unser Ausflug nach Las Palmas

Nachdem wir einige Ausflüge in unserem Urlaub auf Gran Canaria mit Mietwagen und Bus unternommen hatten, wollten wir die Inselhauptstadt Las Palmas im Rahmen einer organisierten Tour besuchen. Wir dachten, das wäre eine gute Möglichkeit, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Ich hatte noch einen Flyer vom Reisebüro Horst Klatte vom letzten Urlaub, dort wurde die Fahrt nach Las Palmas für 20 Euro angeboten. Wir fanden den Preis für das Gebotene o.k. und gingen ins CC Cita zum Büro Klatte und buchten die Tour. Am nächsten Tag ging es los, bezahlen konnten wir im Bus.


Der Hafen von Las Palmas
Wir wurden mit dem Bus am CC Sandia abgeholt und nachdem noch einige weitere Gäste zugestiegen waren, ging es los auf die Autobahn in Richtung Las Palmas. Der Reiseleiter erklärte uns einiges über den Ablauf der Tour, in Las Palmas wurde dann zuerst der Hafen angesteuert. Leider lag an dem Tag kein Kreuzfahrtschiff im Hafen, aber es war trotzdem interessant. Bei der kleinen Busfahrt erhielten wir eine Vorstellung von der Größe des Hafens, der sich in Bereiche für Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Frachtschiffe gliedert. Er gehört zum Stadtteil Santa Catalina, den wir noch näher kennenlernen sollten. Die Geschichte des Hafens reicht weit zurück, schon Christoph Kolumbus machte 1492 hier Station. Heute trägt er den Namen Puerto de la Luz und gehört zu den bedeutendsten Häfen der Welt. 4320 Tonnen Öl werden hier täglich umgeschlagen. Vor dem Hafengelände konnten wir den schicken Boulevard Avenida Marittima bewundern, der sich mit Banken, Geschäftshäusern und Restaurants am Meer entlangzieht.

Mercado del Puerto und der Canteras-Strand
An der kleinen Markthalle Mercado del Puerto konnten wir dann aussteigen und ein wenig umherlaufen. Sie ist eine architektonische Sehenswürdigkeit und stammt aus dem Jahre 1891. In der Umgebung sahen wir einige urige Cafés und Bars. Neben der Markthalle bildet ein Uhrenturm einen hübschen Blickfang. Im Inneren hielt der Markt, was sein Äußeres versprach. Die Stände mit den Tapas, dem Fisch und den Früchten sahen sehr ansprechend aus. Alles war schön dekoriert und wirkte sehr appetitlich.In der Nähe befindet sich der bekannte Canteras-Strand, der uns als Stadtstrand sehr gut gefallen hat. Er ist 3 km lang und besteht aus feinem hellen Sand. Hier kann man sicherlich gut einen Erholungsurlaub mit Sightseeing verbinden.

Im Dorama Park
Es ging weiter ins Stadtviertel Ciudad Jardin zum Dorama Park und dem Hotel Santa Catalina. Der Park spiegelt wunderbar die kanarische Flora wieder. Er wurde im 19. Jahrhundert von den Briten errichtet. Einen Blickfang bildet das Monument des letzten Guanchen-Königs Doramas. Zum Park gehört das kanarische Dorf (Pueblo Canario), das von dem Künstler Néstor Martín Fernández de la Torre geschaffen wurde. Traditionelle Architektur vereint sich hier mit einer bunten Pflanzenpracht. Leider reichte die Zeit nicht, um das Néstor-Museum zu besichtigen. Neben dem Park steht das Luxushotel Santa Catalina. Es wirkt sehr stattlich und passt wunderbar in die Umgebung.

Die berühmte Altstadt La Vegueta
Der nächste Stopp war in Vegueta, dort hatten wir 1,5 Stunden Zeit zum Bummeln. Unser Reiseleiter, erklärte uns auch hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Einkaufsstraßen. Vegueta war früher das Viertel der Regierungsgebäude und der Adeligen, zusammen mit Triana bildet es die Altstadt von Las Palmas. Durch das ehemalige Kaufmannsviertel Triana schlängelt sich die Einkaufsstraße Calle Mayor de Triana. Wir wollten uns aber die Sehenswürdigkeiten Veguetas ansehen. Dies ist der älteste Stadtteil von Las Palmas, hier wurde die Stadt im Jahre 1478 als Ciudad Real de las Palmas gegründet. Den eindrucksvollen Mittelpunkt bildet die Plaza de Santa Ana mit der prächtigen fünfschiffige Bischofskirche Santa Ana. Sie wurde 1497 kurz nach der Eroberung Gran Canaria durch die Spanier im Jahr 1478 errichtet. Gleich gegenüber steht das klassizistische Rathaus von 1853. Hinter der Kathedrale befindet sich das Kolumbushaus Casa de Colón, das die typische kanarische Baukunst präsentiert. Im Inneren beherbergt es viele Fundstücke aus der Zeit der großen Entdeckungen. Bei unserem Spaziergang entdeckten wir noch viele sehenswerte Gebäude, hübsche Brunnen und urige Lokale. Dann haben wir uns in ein kleines Straßencafé gesetzt und das Leben und Treiben auf uns einwirken lassen.


Besuch der Rumfabrik Arucas
Das nächste Highlight war die Rumfabrik in Arucas, die wir sehr interessant fanden. Die Fahrt führte durch den landschaftlich reizvollen Norden mit den vielen Bananenplantagen. Als wir auf dem Besucherparkplatz ankamen, war der erste Eindruck sehr positiv, alles wirkte tip-top gepflegt. Unser Reiseleiter machte eine kurze Führung mit uns, dabei konnten wir die zahlreichen Fässer bestaunen, auf denen sich im Laufe der Zeit schon viele berühmte Persönlichkeiten verewigt haben. Der Prozess der Destillation wurde uns kurz erklärt, im Außenbereich gab es auch ein schönes Kachelbild, auf dem alles dargestellt wurde. Im weiteren Verlauf der Fabrik gab es Vitrinen mit alten Rumflaschen, Bildern und Geräten. Draußen bildete eine Statue des Firmengründers Alfredo Martin Reyes einen imposanten Blickfang. Nach dem Rundgang ging es zur Kostprobe. Es gab verschiedene Rumsorten und auch Liköre zum Probieren wie z.B. Kaffee- oder Bananenlikör. In dem angeschlossenen Shop konnte man die köstlichen Tropfen käuflich erwerben.

Die Höhlen von Guayadeque
Zum Abschluss ging es zu den Höhlen von Guayadeque. Der Bus durchquerte auf dem Weg die Stadt Ingenio, die wir uns während dieses Urlaubs mit dem Mietwagen ansehen wollten. Nach einer kurvenreichen Strecke erreichten wir die imposante Schlucht. Ringsherum ragten steile Felswände empor. Das Höhlendorf ist immer noch bewohnt. Entstanden ist diese Art des Wohnens bei den Altkanariern, Ethnologen fanden in der Schlucht zahlreiche Relikte aus prähispanischer Zeit. Wir konnten an den Berghängen gut die Eingänge zu den Höhlenwohnungen erkennen. Teilweise sahen wir sogar kleine Gärten und Haustiere. Dann entdeckten wir eine in den Fels gehauene Kirche mit Altar, deren Innenraum einen guten Eindruck der damaligen Zeit vermittelte. In dem urigen Höhlenrestaurant konnten wir leckerem Schinken und Käse genießen, dazu schmeckte ein Glas Rotwein. Ein schöner Abschluss der Fahrt!

Das Höhlendorf werden wir sicherlich noch mal besuchen, um uns alles in Ruhe anzuschauen. Dann würden wir auch gerne das Guayadeque-Museum (Centro de Interpretación de Guayadeque) besichtigen. Für einen ersten Überblick war dieser kleine Abstecher schon sehr interessant. Der Ausflug war insgesamt sein Geld wert, wir bekamen einen Eindruck von Las Palmas, das wir beim nächsten mal dann mit dem Bus besuchen werden. Urlaubern, die zum ersten mal nach Las Palmas wollen, kann ich den Ausflug auf jeden Fall empfehlen. Es ist stressfrei und man bekommt eine Menge zu sehen.